GENERALSANIERUNG UND AUFSTOCKUNG HAUSVERWALTUNG ALT ERLAA
Aufstockung
Über dem Bestandsgebäude der Hausverwaltung (Baujahr 1976) wurde ein zusätzliches, drittes Obergeschoß in Stahl-Holz-Hybridbauweise realisiert. Die Aufstockung schafft rund 635 m² zusätzliche Nutzfläche mit insgesamt 12 Büroräumen, einem Besprechungsraum sowie einem Aufenthaltsbereich.
Im nordwestlichen Bereich des 1. Obergeschoßes wurde auf einer bestehenden Terrasse ein Technikraum mit 88 m² BGF errichtet. Parallel dazu erfolgte die Umstellung der Energieversorgung von Gas auf eine zentrale Wärmepumpenanlage sowie eine Photovoltaikanlage mit 50 kWp auf dem Dach.
Zur Verbesserung der Fluchtwegsituation wurde im nordöstlichen Bereich ein neues Fluchttreppenhaus in Stahlbetonbauweise errichtet, das das 1. und 2. Obergeschoß erschließt und gemeinsam mit dem bestehenden Treppenhaus ausreichende Fluchtwege für alle Geschoße gewährleistet.
Die tragende Struktur der Aufstockung wurde in Stahl-Holz-Hybridbauweise ausgeführt. Das neue Treppenhaus erfüllt als Stahlbetonkonstruktion den Feuerwiderstand R90. In Kombination mit der statischen Verstärkung des bestehenden Treppenhauses bilden die beiden Kerne die wesentlichen Maßnahmen zur horizontalen Aussteifung des Bestandsgebäudes.
Im Innenraum prägt eine durchgehende BSP-Sichtholzdecke den architektonischen Ausdruck. Für die thermische Konditionierung sorgen abgehängte, hinterleuchtete Deckensegel (Heizen/Kühlen), die zugleich eine ruhige, gleichmäßige Raumwirkung erzeugen.
Die Trennwände zwischen Einzel- und Gruppenbüros sind mit Oberlichtbändern ausgestattet. Dadurch wird Tageslicht tief in die innenliegenden Bereiche geführt, während die Holzkonstruktion als gestalterisches Leitmotiv sichtbar bleibt.
Bestandsanierung
Das zweigeschoßige Bestandsgebäude wurde umfassend thermisch saniert. Die bestehenden Aluminiumkassetten der Fassade wurden materialerhaltend demontiert, die Dämmung flächig erneuert und anschließend die ursprünglichen Fassadenelemente ressourcenschonend wieder montiert.
Aufgrund von Abweichungen im Brandwiderstand der bestehenden Stahlbetonkonstruktion wurde als Kompensationsmaßnahme eine automatische Brandmeldeanlage im Vollschutz mit Alarmweiterleitung für das gesamte Gebäude installiert.
Zusätzlich erfolgte der Austausch sämtlicher Fenster und Portale durch dreifachverglaste Aluminiumkonstruktionen.
Durch die gesetzten Maßnahmen konnte der Heizwärmebedarf des Bestands um rund 50 % reduziert werden.